Höhlenkundlichen Arbeitsgemeinschaft Rosenstein/Heubach e.V.
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© 2017 Höhlenkundlichen Arbeitsgemeinschaft Rosenstein/Heubach e.V.

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Bilder Gerhard Nowak, Johanna Böhringer

Von Höhlen geht eine eigenartige Faszination aus. Dies liegt daran, dass sie Zugang zu Teilen einer unbekannten unterirdischen Welt bieten. Wer sich für das Verborgene im ewigen Dunkel interessiert, kommt auf seine Kosten: Eigenartige Formen, bizarre Felskulissen, Tropfsteingebilde und eine Tierwelt die sich in einer unwirtlichen Gegend spezialisiert hat. Dazu kommen die Einsamkeit, Stille und die Zeitlosigkeit denen sich niemand entziehen kann. Was hier einem gefühlsmäßig deutlich wird, der erkennt auch die wissenschaftliche Bedeutung.

Einige Gleichgesinnte gründeten im Februar 1979 einen Höhlenverein der sich Höhlenforschergruppe Heubach nannte ( Hfg-Heubach ). Die Aufgaben waren zunächst einmal, sich ein Gesamtbild über alle Höhlen, deren Lage, ihren Fortsetzungen und über den Inhalt wie Wasser, Lehm und Geröll zu verschaffen. Bevorzugt wurden dabei nur die Höhlen in Heubacher Umgebung. Bis 1981 wurden diese Aufgaben gut gelöst, man fing sogar an, in Höhlen zu fotografieren, vereinzelt ging man auf Höhlensuche. Die Hfg-Heubach legte sich 1983 einen neuen Namen zu und nennt sich nun Höhlenkundliche Arbeitsgemeinschaft RosensteinlHeubach. Im Jahr 1987 wurde der Verein in das Vereinsregister eingetragen.

Jetzt wurden neue Ziele gesetzt. Über Bestimmungsbücher und Mikroskop wurde die Fauna bestimmt, mittels Messgeräten das Höhlenklima erfasst, Höhlen völlig neu bearbeitet, das heißt, Fotodokumentiert, vermessen und in einen Plan dargestellt, Knochenfunde geborgen und zur Bestimmung an Institute eingeschickt und noch vieles mehr, bis zur alljährlichen Höhlensäuberung und Höhlenbetreuung. Bei Oberflächenbegehungen und Höhlensuche wurden viele Höhlen gefunden, vermessen und zum Teil dokumentiert. Derzeit befinden sich auf dem Kartenblatt 7225 Heubach, 107 vermessene und im Kataster eingetragene Höhlen.

Wir waren auch im alpinen Bereich tätig. Von 1983 bis 1993 wurden in der Salzgrabenhöhle auf dem Simetsberg, zwischen dem Königssee und Steinernes Meer, Klimamessungen durchgeführt. Mit befreundeten Gruppen konnten 1986 über der Mitternachthalle, vorbei am "Adlerhorst" 400 Meter Neuland entdeckt werden. Dieser Teil wurde "Sieben Schwabengang" getauft. Zwischen 1986 und 1993 sind in Österreich Höhlen erforscht worden. In der Nähe von St. Wolf gang waren wir auf dem Schafberg im "Wetterloch" unterwegs. Über dem Skigebiet Postalm (St. Wolfgang-Weißbach-Strobel) befindet sich der Labenberg. In der nicht so bekannten Höhle "Weinkeller" (330 m) konnte 1989 durch eine sehr enge Passage mit Siphon durch Heubacher Höhlenforscher endlich die Verbindung vom "Unteren" zum "Oberen Weinkeller" hergestellt werden. Im Gebiet des Labenberg wurden von uns weitere Höhlen vermessen, 2 Höhlen entdeckt, vermessen und alle Pläne und Dokumentationen dem Landesverein für Höhlenkunde Salzburg überreicht.

Von 1993 bis 1996 war der Heubacher Verein in der Zentral Schweiz, auf der Charetalp tätig. Erst 1997 wurde. wieder auf dem Heubacher Kartenblatt intensiv weiter geforscht - und dabei Neuentdeckungen gemacht!